Databricks: zentrale Datenplattform
Wie ein führender europäischer Türenhersteller seine Datenlandschaft modernisiert und mit ALTYCA eine gruppenweite Datenplattform für Reporting, Advanced Analytics und künftige KI-Anwendungen geschaffen hat.
In Kürze
Herausforderung
Bei einem führenden europäischen Türenhersteller waren Daten über zahlreiche Systeme verteilt und unterschiedlich strukturiert. Dadurch fehlte eine verlässliche Grundlage für gruppenweites Reporting und datenbasierte Entscheidungen.
Lösung
Gemeinsam mit ALTYCA baute das Unternehmen eine zentrale Datenplattform auf Basis von Databricks auf, die Daten aus SAP und weiteren Quellsystemen zusammenführt, vereinheitlicht und allen Bereichen zur Verfügung stellt.
Nutzen
Das Unternehmen verfügt heute über eine “Single Source of Truth” für die gesamte Gruppe. Daten sind harmonisiert, das Reporting läuft auf einheitlicher KPI-Logik und das Unternehmen ist bereit für Advanced Analytics und KI-Anwendungen.
Die ganze Geschichte
Viele international aufgestellte Industrieunternehmen kennen diese Situation: Daten sind vorhanden – oft in grosser Menge –, doch sie liegen in unterschiedlichen Systemen, folgen keiner einheitlichen Struktur und lassen sich nur begrenzt auswerten. Für einzelne operative Reports mag das noch funktionieren. Sobald jedoch gruppenweite Transparenz, vergleichbare Kennzahlen und datenbasierte Optimierung gefragt sind, stossen solche gewachsenen Datenlandschaften schnell an ihre Grenzen.
Auch ein führender europäischer Türenhersteller stand vor dieser Herausforderung. Nach der Einführung von SAP S/4HANA sollte die BI- und Analytics-Landschaft auf ein zukunftsfähiges Fundament gestellt werden – als Grundlage für mehr Effizienz, Transparenz und Steuerbarkeit. Gemeinsam mit ALTYCA wurde deshalb eine zentrale Datenplattform auf Basis von Databricks umgesetzt, die Daten aus verschiedenen Quellsystemen zusammenführt – unter anderem aus SAP, ERP-, Produktions- und Logistiksystemen – und schrittweise aufbereitet: von den Rohdaten über bereinigte, vereinheitlichte Bestände bis zu fachlich modellierten Datenprodukten. So aufbereitet, stehen die Daten allen Fachbereichen in einer gemeinsamen Power-BI-Umgebung zur Verfügung. Aus vielen Insellösungen wurde eine “Single Source of Truth” – eine gemeinsame Wahrheit, auf die sich alle verlassen können.
Ein entscheidender Hebel hierfür war die Vereinheitlichung der Kennzahlen. Wo verschiedene Bereiche bisher mit eigenen Definitionen gearbeitet hatten, gilt heute eine gemeinsame Sicht auf zentrale Unternehmensdaten. Das schafft Vertrauen – und macht Entscheidungen über Bereiche, Werke und Gesellschaften hinweg deutlich einfacher.
Die Datenplattform wuchs eng abgestimmt mit den Fachbereichen, damit sie deren tatsächliche Fragen beantwortet und nicht an ihnen vorbeientwickelt wird. Genauso wichtig war, dass sie dauerhaft verlässlich läuft und weiterwachsen kann: Im Hintergrund sorgen laufende Überwachung, Protokollierung und Qualitätskontrollen dafür, dass jederzeit nachvollziehbar bleibt, woher eine Zahl stammt. Dazu kommt ein bewusst geteiltes Betriebsmodell: Ein zentrales Centre of Excellence gibt die Standards vor und sorgt für Verlässlichkeit, während lokale BI-Champions direkt in den Werken nahe an deren konkreten Bedürfnissen bleiben. So halten sich Konsistenz und Flexibilität die Waage.
Das Ergebnis ist eine moderne, zukunftsfähige Datenplattform für die gesamte Unternehmensgruppe. SAP- und Nicht-SAP-Daten sind harmonisiert, das Reporting läuft auf einheitlichen Kennzahlen, und Auswertungen, die früher aufwändig erstellt werden mussten, stehen heute schnell bereit. Vor allem aber hat das Unternehmen mit der neuen Plattform ein starkes Fundament, das mit den Anforderungen mitwächst – etwa für tiefergehende Analysen in Produktion und Logistik und für künftige KI-Anwendungen.
Auch für andere Unternehmen spannend
Gerade Industrieunternehmen mit mehreren Standorten, Gesellschaften oder historisch gewachsenen Systemlandschaften stehen oft vor ähnlichen Fragen: Wie lassen sich Daten aus SAP, Produktion, Logistik und weiteren Quellen sinnvoll verbinden? Wie entsteht eine gemeinsame KPI-Logik? Und wie wird aus Reporting Schritt für Schritt eine Basis für Advanced Analytics und KI? Eine gemeinsame Datenbasis schafft die Voraussetzung, um diese Herausforderungen zu lösen – und das geteilte Betriebsmodell aus zentralen Standards und lokaler Eigenverantwortung verhindert, dass dabei Tempo verloren geht.
Kurzum: Der Ansatz lässt sich auf nahezu jede Branche übertragen, in der Daten aus vielen Quellen zu einem verlässlichen Gesamtbild integriert werden sollen – ob im produzierenden Gewerbe, in der Logistik oder bei Finanzdienstleistern. Überall dort ist eine “Single Source of Truth” die Voraussetzung dafür, dass aus verstreuten Daten fundierte Entscheidungen werden.
Lösungskomponenten
Azure Data Factory (SAP Table Connector, Theobald Table & Table CDC) zur Integration von SAP-S/4HANA
Automatisierte ETL-/ELT-Datenpipelines zur Integration von ERP-, Produktions- und Logistikdaten
Azure Data Lake (Delta Lake) als zentraler Speicher
Azure Databricks als Verarbeitungsplattform
dbt auf Azure Databricks für die Transformation und Modellierung der Daten über Layer hinweg
Azure Databricks SQL/Azure SQL Serverless als Abfrage- und Serving-Schicht
Power BI Gateway zur sicheren Anbindung an den Power BI Service
Power BI Semantic Model als zentraler Business Layer mit einheitlicher KPI-Logik
Power BI Report für gruppenweites Reporting und Dashboards
Monitoring, Logging, Data Quality und Data Lineage
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